
So sorgst Du mit den richtigen Tools für individuelle Förderung.
Du stehst vor Deiner Klasse mit 28 Schüler(inne)n. Manche sind schon mit dem Lernstoff durch und bräuchten längst die nächste Herausforderung. Andere kommen kaum mit und brauchen mehr Zeit, andere Erklärungen, andere Zugänge. Drei Kinder sprechen erst seit wenigen Monaten Deutsch. Zwei haben eine diagnostizierte Lese-Rechtschreib-Schwäche. Ein Kind hat einen sonderpädagogischen Förderbedarf im Bereich emotionale und soziale Entwicklung.
Das ist kein Ausnahmefall, sondern gelebter Schulalltag – aber wie kannst Du so vielen unterschiedlichen Kindern gleichzeitig gerecht werden? Differenzierter Unterricht muss her. Und sobald Inklusion ins Spiel kommt, sogar noch ausgeprägter.
Jede Klasse ist heterogen – das war schon immer so, und ist auch kein Problem, das beseitigt werden muss. Es ist die Grundrealität von Unterricht, vom Leben überhaupt. Manche Schüler(innen) erfassen neue Konzepte schnell und brauchen Vertiefung, andere brauchen mehr Zeit und andere Zugänge. Manche lernen besser mit Texten, andere mit Bildern, wieder andere durch Ausprobieren. Differenzierung ist die pädagogische Antwort auf diese Realität. Also keine Sondermaßnahme, sondern ein Grundprinzip guten Unterrichts.
In der Praxis bedeutet das meistens für Dich als Lehrkraft: mehr Vorbereitung, mehr Materialien, mehr individuelle Begleitung – für dieselbe Anzahl an Unterrichtsstunden und oft ohne zusätzliche Unterstützung. Aufwand und Anforderungen wachsen, je größer die Spanne in der Klasse ist. Und zwar ohne, dass die Zeit dafür mitwächst.
Das ist keine Frage des guten Willens, sondern eine strukturelle Herausforderung, die sich nicht wegdiskutieren lässt. Aber sie lässt sich mit den richtigen Hilfsmitteln ein Stück weit abfedern. Genau hier können digitale Tools einen echten Beitrag leisten: nicht als Ersatz für pädagogische Beziehungsarbeit, sondern als Entlastung an den richtigen Stellen.

Seit Deutschland 2009 die UN-Behindertenrechtskonvention ratifiziert hat, ist Inklusion bildungspolitisch gesetzt. Die Realität hinkt der Theorie aber noch erheblich hinterher. Laut dem Factsheet der Bertelsmann Stiftung zur Inklusion an deutschen Schulen¹ wurde im Schuljahr 2022/23 bei 581.265 Kindern und Jugendlichen ein sonderpädagogischer Förderbedarf festgestellt – eine Förderquote von 7,6 Prozent. Davon besuchten 55,6 Prozent eine Förderschule, während 44,4 Prozent an allgemeinen Schulen unterrichtet wurden – Tendenz steigend.
Auf der einen Seite bedeutet das zwar, dass der strukturelle Exklusionsgrad in Form von getrennten Schulformen sinkt. Das bedeutet aber auch, dass immer mehr Regelschullehrkräfte täglich mit Kindern arbeiten, die individuelle Unterstützung brauchen, ohne dafür immer die nötige Ausbildung, Zeit oder Unterstützung zu haben.
Und das ist nur ein Teil der Heterogenität, mit der Schulen heute umgehen müssen. Kinder mit unterschiedlichen Sprachständen, mit verschiedenen Voraussetzungen und Lerngeschwindigkeiten – all das landet in denselben Klassen, bei denselben Lehrkräften, in denselben 45 Minuten.
Deshalb stellen wir Dir jetzt einige Tools vor, die Dich bei all der Überforderung unterstützen.
Differenzierung startet nicht erst beim Arbeitsblatt. Sie beginnt bereits damit, dass alle Kinder überhaupt in der Lage sind, zu lernen – und das setzt ein Klassenklima voraus, in dem sie sich sicher und zugehörig fühlen. Ein Kind, das sich unter Druck gesetzt, ausgeschlossen oder unverstanden fühlt, lernt nicht – egal wie gut das Arbeitsblatt ist.
veridu setzt genau hier an. Die App stellt Dir fertige, wissenschaftlich fundierte Übungen zur Förderung sozio-emotionaler Kompetenzen bereit. Dank Schritt-für-Schritt-Anleitungen kannst Du diese direkt im Unterricht einsetzen, ohne großes Vorwissen und ohne Vorbereitungszeit. Du wählst ein Thema (zum Beispiel Konflikte, Stress, Leistungsdruck oder Ängste), gibst die verfügbare Zeit an und beantwortest fünf kurze Fragen zur Situation Deiner Klasse. veridu stellt Dir daraufhin passende Übungen zusammen.
Das funktioniert in zwei Formaten:
Hinter veridu steckt eine Datenbank wissenschaftlich fundierter Übungen, entwickelt von Psycholog(inn)en in enger Zusammenarbeit mit Schulen. Schüler(innen) brauchen keinen eigenen Account und somit kannst Du veridu schnell und unkompliziert einsetzen.

Sobald ein Kind mit sonderpädagogischem Förderbedarf in Deiner Klasse sitzt, gehört der individuelle Förderplan zu Deinen Aufgaben. Pädagogisch ist das richtig und wichtig: Ein guter Förderplan hält fest, wo ein Kind steht, was es als nächstes braucht und wer dafür zuständig ist.
In der Praxis landet er aber oft als Papierleiche im Ordner – einmal geschrieben, selten aktualisiert, kaum mit Kolleg(inn)en abgestimmt. Damit es nicht dazu kommt, hilft Dir SPLINT Förderplanung.
SPLINT ist eine digitale Plattform für kollaborative Förderplanung: Du erstellst individuelle Förderpläne strukturiert und rechtssicher, arbeitest gemeinsam mit Kolleg(inn)en daran und bindest auf Wunsch über die begleitende SPLINTY-App auch Schüler(innen) aktiv in die Reflexion ihrer eigenen Lernziele ein.
Vorgefertigte Bögen, Diagnosetools und Formulierungshilfen sorgen dafür, dass Du nicht bei null anfängst – auch ohne Ausbildung in Sonderpädagogik.
Das spart Zeit, schafft Verbindlichkeit und hält alle Beteiligten auf dem gleichen Stand. Und weil SPLINT ausschließlich auf deutschen Servern gehostet wird und DSGVO-konform ist, kannst Du auch mit sensiblen Schülerdaten sicher arbeiten.
Gut zu wissen: Für Schulen in Niedersachsen sowie den Regierungsbezirken Münster und Arnsberg ist SPLINT Förderplanung kostenlos nutzbar.

Schreibfähigkeiten entwickeln sich in jeder Klasse unterschiedlich – und die Bandbreite ist oft größer, als man auf den ersten Blick ahnt. Manche Schüler(innen) schreiben sicher und fehlerarm, andere kämpfen Jahr für Jahr mit denselben Fehlerkategorien. Der Lernserver bietet hier eine gründliche und digitale Lösung für alle, die beim Rechtschreiben Unterstützung brauchen – von alltäglichen Unsicherheiten bis hin zur ausgeprägten Lese-Rechtschreib-Schwäche oder Lese-Rechtschreib-Störung (LRS).
Das Prinzip: Auf Basis eines handschriftlichen Lückendiktats – der Münsteraner Rechtschreibanalyse – werden die Rechtschreibfähigkeiten Deiner Schüler(innen) in 233 Fehlerkategorien analysiert. Das Ergebnis ist kein pauschalesUrteil, sondern ein differenziertes Bild: Wo genau liegen die Schwächen? Welche Regeln sitzen noch nicht? Und was braucht dieses Kind oder diese Gruppe jetzt als nächsten Schritt? Das Screening der Rechtschreibfähigkeiten ist kostenlos: ein guter erster Schritt, um einen Überblick über Deine ganze Klasse zu bekommen.
Daraus generiert der Lernserver passgenaues Förder- und Unterrichtsmaterial: Arbeitsblätter, Spiele, Wortlisten und Merkhilfen, ergänzt um didaktische Hintergrundinformationen für Dich als Lehrkraft. Das Angebot deckt alle Bereiche der Rechtschreibung ab und ist für die Klassen 2 bis 13 geeignet – mit gezielten Materialien zur LRS-Förderung.
Ein weiterer Einsatzbereich, der für heterogene Klassen besonders relevant ist: Dank Wortschatzarbeit, Sprachförderung und flexibler Wahl der Teststufen eignet sich der Lernserver explizit auch für den DaZ-Unterricht.
Für Schüler(innen), die Deutsch nicht als Muttersprache gelernt haben, ist der Schulalltag eine tägliche Doppelherausforderung: Sie müssen gleichzeitig die Sprache und den Stoff lernen. Und Du als Lehrkraft stehst vor der Frage, wie Du das in einer vollen Klasse abfangen sollst.
Deutschfuchs ist eine Lernplattform für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache, die genau für diesen Spannungsraum entwickelt wurde. Das integrierte digitale Lehrwerk deckt alle Niveaus von der Alphabetisierung bis B2 ab und bietet Übersetzungen in über 27 Ausgangssprachen – damit Schüler(innen) Aufgaben und Erklärungen auch dann verstehen, wenn ihr Deutsch noch nicht reicht, um dem Unterricht vollständig zu folgen.
Deutschfuchs ist keine reine Selbstlern-App, sondern für den Unterricht entwickelt: Du steuerst, wer welche Inhalte bearbeitet, und kannst Übungspakete individuell oder für Gruppen zusammenstellen. Gleichzeitig gibt es einen umfangreichen adaptiven Selbstlernbereich, der Schüler(innen) auch außerhalb des Unterrichts begleitet. Das macht Deutschfuchs gleichermaßen geeignet für Willkommensklassen, Förderunterricht und den Regelunterricht in heterogenen Gruppen.

Die Schüler(innen), die am meisten Unterstützung bräuchten, sind oft genau diejenigen, für die im Unterrichtsalltag am wenigsten Zeit bleibt. Diese Lücke können Apps nicht schließen. Aber sie können dafür sorgen, dass Diagnose, Förderplanung und Sprachförderung nicht vollständig auf Deinen Schultern lasten, und verschaffen Dir mehr Zeit für die pädagogische Arbeit, die nur Du leisten kannst.
Vier Apps, die Du dafür im Eduplaces App-Store findest und ohne zusätzliche Administrationsarbeit und Verwaltungschaos in Deinen Schulalltag integrieren kannst:

Die Lernplattform für deinen DaZ-Unterricht an allen Schulformen

Evidenzbasiertes Lesetraining zur gezielten Stärkung der Lesekompetenz

Grammatip.de ist das digitale Lernmittel für den Grammatikunterricht

KI-basierte Diagnose und Förderung der Leseflüssigkeit für die Klassen 2-10.